Die schmale, wenig befahrene D 426 zwischen Straßburg und Colmar, mäandert wie ein träger Flusslauf durch liebliche Landschaften den Anhöhen der Vogesen entgegen. Route de Klingenthal, ein geschichtsträchtiger Name, fürwahr und bei dem es sich lohnt, den flüchtigen Blick länger verharren zu lassen.
Eingebettet in ein saftig-grünes Tal, umsäumt von dichtem Wald, üppigem Farn, leuchtender Blumenpracht und traditionsreichen Weingütern, schmiegt sich ein kaum bekanntes Kleinod anspruchsvoller Gastlichkeit in die daunenweiche Senke der elsässischen Weinstraße. Le Close Des Délices – eine ehemalige Benediktiner Abtei aus dem 17ten Jahrhundert eingebettet in einen riesigen Garten mit Wald und Wanderwegen.

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AUF DEM GIPFEL DER VOGESEN MIT BLICK ÜBER DAS ELSASS – DAS KLOSTER ST. ODILE

Zugegeben, zwischen klösterlicher Entsagung napoleonischer Zeit und dem komfortablen Luxus von heute liegen ein paar Hundert Jahre. Und dennoch, scheint in dem französischen Dorf Ottrott-Orbernais das metallische Hämmern der ehemaligen Kupferschmiede, das Schnauben unruhiger Pferde und das Knarren von Leder, Geschirr und Wagenrädern immer noch allgegenwärtig zu sein. Aus den trutzig-rustikalen Mauern hat die alteingesessene Winzerfamilie Schätzle mit unaufdringlichem Gespür für regionale Traditionen und Sinn für feinfühlige Gestaltung ein nobles Anwesen mit wahrhaft exklusiver Küche erschaffen. Gänseleber, Entenbrüste Niedertemperatur gegart, feinste Gemüse und dazu natürlich Weine auch vom Gut der Familie Schaetzel. Die allabendliche Kunst auf dem Teller darf getrost als herausragend bezeichnet werden. Der junge Küchenchef Mathieu Klein hat sich längst über das Elsass hinaus  einen Namen gemacht. Das Le Clos des Délices lässt keinen Wunsch offen, und das bei angemessen akzeptablen Preisen. Hier stimmt alles, der „Wein-kompetente“ Service, das freundliche, unverkrampfte Personal, die Wohlfühl-Atmosphäre und das Ambiente.

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ZAUBERER AN DEN TÖPFEN – KÜCHENCHEF MATHIEU KLEIN

 

Das Refugium ist mehr als ein Hotel. Es ist eine Residenz für anspruchsvolle Reisende, verwöhnte Genießer und wählerische Urlauber, denen in nächster Umgebung vielfältige Abwechslungen und Aktivitäten geboten werden. Ob nun Ausflugsziele zum berühmten „Mont Sainte Odile“ oder zur spektakulären „Koenigsbourg“, ob Mountainbiking oder Trekking, exklusive Weinverkostungen oder Sightseeing in Straßbourg und Colmar, die Möglichkeiten sind so vielfältig wie eindrucksvoll. Viele seiner Gäste sind längst treue Stammgäste geworden.

 

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GÄNSELEBER NATUR MIT ROTER BEETE EIN KLASSIKER DES ELSASS

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RUND UND KÖSTLICH – DIE WEINE AUS DEM HAUSE SCHAETZEL

Dabei ist das Le Close Des Délices mit eigenem SPA weder pompös, protzig noch monströs. Es ist Understatement pur klein, fein und exklusiv und ein bisschen feudal. Mit seinen einundzwanzig Zimmern, sechs Junior-und einer Senior-Suite verkörpert das Hotel familiäre Romantik der unverkrampften High-Class. Auch wenn der Hausherr im nächsten Jahr plant, die Zimmerkapazität auszuweiten, so will Monsieur Schaetzle den Ausbau des Hauses doch moderat gestalten, um den bezaubernden Charakter des Le Close Des Délices zu bewahren.

 

Published by Claudio Michele Mancini

Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende 1945 als Sohn seiner deutschen Mutter und des italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. Nach dem Abitur studierte er München Psychologie. Arbeitete danach als Dozent und internationaler Unternehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Heute lebt und arbeitet der Autor im Dreieck Bad Tölz, Wolfratshausen und Starnberg. Dort entsteht gerade sein neuer Roman mit dem Arbeitstitel "La Donna"

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