Standhaft klammert sich das Fürstentum seit 1806 an einen gerade mal rund 160 Quadratkilometer großen Flecken Erde zwischen der Westgrenze des österreichischen Vorarlbergs und die Alpen des Schweizer Kanton St. Gallen. Hauptstadt des Ministaates ist der Ort Vaduz. Wer über die Landstraße vom österreichischen Feldkirch kommt, merkt immer noch, dass dieses Land ein beliebter Platz für Geldgeschäfte war. Dabei machen die nur 17 Prozent der gesamten Wirtschaft des Landes aus!
Begüterte Kleinstadt. Links und rechts grüßen freundlich kleine, dezente Bankhäuser, dann kommt eine Tankstelle rechts, und direkt nach dem Kreisverkehr beginnt die Innenstadt. Die Fußgängerzone selbst durchläuft der Reisende in drei Minuten, auch wenn er nicht mehr gut zu Fuß ist. Ein paar Geschäfte, auch hier ein paar Banken in Häuserzeilen, bei denen den Betrachter das Gefühl beschleicht: die Architekten haben sich untereinander nicht besonders gut verstanden. Doch seit im Jahr 2008 zahlreiche deutsche Steuerhinterzieher aufflogen, wandelt sich das Land unter der Regentschaft des amtierende Fürsten Hans Adam II. zur “Weißgeldzone”. Kein einfacher Weg. Der Fürst selbst wohnt, wie alle seine Vorfahren hoch droben auf dem Schlossberg, in einer mittelalterlichen, wehrhaften Burg. Und wie bei den Grimaldis in Monaco empfängt die Familie bis heute keine neugierigen Besucher in ihrer Privatresidenz. Dennoch ein Blickfang ist die Festung allemal.

MÄRCHENKULISSE

ÜBER VADUZ TRONT DAS FÜRSTLICHE SCHLOSS
Zwischen Tradition und Moderne. Etwa auf dem halben Weg zum fürstliche Schloss hinauf liegt das “Parkhotel Sonnenhof”. Wer die Bergstraße Richtung Schloss hochfährt, taucht schon, wenn er am eingefriedeten Grundstück des Hotels entlang kommt, in eine verzauberte Welt. Unaufdringlich schmiegt sich das Traditionshaus, in einen von groben Steinen eingefriedeten Park mit herrlichem Baumbestand, an den Hügel. Hier ist Abschalten angesagt! Als das Good-Taste-Team zu Besuch kommt, empfängt uns ein charmantes Personal. Warmherzig ohne Überschwang, fein, mit dem rechten Sinn für Aufmerksamkeit ist das Credo des Hauses. Luxus ohne Lärm, die Atempause der neuen Art – und dafür tut Hausherr Hubertus Real und sein Team alles! Hier steigen regelmäßig neben Showgrößen wie Hugh Grand oder Seal auch gekrönte Häupter wie Carl Gustaf und Sylvia von Schweden ab – hier darf man unprätentiös sein.

DER „ADLERHORST“ IM GARTEN
Nun braucht es für ein derart verwöhntes Klientel auch den besonderen Reiz. Das “Parkhotel Sonnenhof”, begegnet diesem Wunsch unter anderem mit ganz unterschiedlich designten 29 Zimmern. Jedes für sich wunderschön. Da fällt die Wahl schwer zwischen Armani-Zimmer, Zimmer im Cottage-Stil, oder dann doch lieber Colonial-Interieur oder Pariser Chic, selbst nüchterner “Modern-Living-Stil”, alles ist möglich. Eines ist jedoch allen gemein, ein traumhafter Blick über Vaduz, das Rheintal und die Schweizer Alpen, ein luxuriöses Badezimmer und eine eigene Terrasse oder ein Balkon. Uns zieht es in den Spa-Bereich. Nicht groß, aber behaglich. Ein Pool und in der Sauna kann, wer mag, den Tag geniessen. Im Sommer geht es von hier aus direkt in das Prunkstück des Hauses.

JEDES ZIMMER HAT SEINEN EIGENEN DUKTUS
Ein Garten wie ein Park. An dieses gezähmte Kunstwerk der Natur hat jemand Hand angelegt, dessen Passion grüne Oasen sind. Ein Star unter den Landschaftsarchitekten. Enzo Enea schliff den Rohdiamanten und setzte in seine Mitte den neuen Hot Spot und Stolz der Edelherberge. Der sogenannte Adlerhorts ist eine große Terrasse, eine komplett überdachte, hölzerne Konstruktion die wirklich an ein überdimensionales Nest erinnert. Dieser Ort ist von den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen bis in den Herbst hinein Pilgerstätte für anspruchsvolle Gaumen. Denn die Sterne dekorierten Kreationen, die im Restaurant des Haupthauses serviert werden, bekommen hier einen Rahmen, der auch die Seele verwöhnt. Überhaupt lockt es immer mehr Erholung suchende Genießer mit Hang zum Understatement zu Maitre Hubertus Real. Der hatte in der Schweiz und in Australien kochen gelernt und wäre wohl immer noch irgendwo in der Welt der unterwegs, wenn seine Familie ihn nicht in Australien besucht und dabei überredet hätte, den Sonnenhof zu übernehmen. “Mein Vater sagte, wer das Hotel übernehmen will, der muss es von der Küche aus machen, und er hatte Recht damit.”

DIE GASTGEBERFAMILIE REAL
Mut zum Wandel. Zudem lernte er nach seiner Rückkehr aus Australien auch noch den Beruf des Hotelmanagers an der wohl berühmtesten Hotelfachschule der Welt, in Zürich. So gewappnet schritt der Junjor energisch zur Tat: Der Sonnenhof wurde komplett so umgebaut, wie er heute dasteht, und noch immer findet der Chef Dinge, die er verändern will. “Wir wollen unkopierbar sein”, sagt er. Dabei hat er keine halben Sachen gemacht. Alles in allem nahm Real gut viereinhalb Millionen Schweizer Franken in die Hand. Schon in guten Zeiten kein Pappenstil! In diesen Zeiten nötigt dieser unternehmerische Mut doppelt Respekt ab. Hubertus Real kann vom Segen und Fluch des Geldes einiges erzählen. Seit dem erwähnten Datenleck 2008 war es mit dem geräuschlosen, scheinbar totsicheren Geldeinnehmen im Fürstentum vorbei. Das Parkhotel Sonnenhof verlor 45 Prozent seiner damaligen Stammgäste. “Wir haben unterschätzt, dass so viele der Geldgeschäfte wegen kamen”, erinnert sich Hubertus Real. Doch offenbar haben die Geschäftsleute auch für ihr privates Vergnügen den “Sonnenhof” und das beschauliche Lichtenstein schätzen gelernt.

BESTER LACHS FÜR VERWÖHNTE GAUMEN
Statt in den benachbarten, lärmenden Skigebieten abzusteigen, die sich im Sommer in entseelte Bettenburgen verwandeln, zieht es sein Publikum nach Vaduz zum Outdoor Wellness. Hierfür hat er den Energetiker Walter im Team. “Ich habe selber erst erfahren müssen, wie das bewusste Erleben der Natur viele der eigenen Probleme lösen kann”, sagt Hubertus Real und ist immer noch ein wenig baff über diese Erfahrung: Ich bin mit Walter in den Wald gegangen, und Walter fragte irgendwann: Und? Wo sind die Probleme? Da kamen mir die Tränen.” Hubertus Real ist kein Esoteriker, er muss diese Dinge selber erlebt haben, bevor er sich einer Sache verschreibt. Nach einem Bergunfall musste er lange Zeit starke Schmerzmittel nehmen, bis ihm Walter half, ohne Scherzmittel zu leben. Seitdem setzt Real auch beruflich auf Outdoor Wellness und Healing. Er hat für seine Gäste einen Ernährungsberater, einen Psychologen und einen Energetiker im Team. Real weiß, dass klassische Wellness allein kein Verkaufsargument mehr für ein Hotel ist. Und selbst wenn die Basis des kleinen Fleckens Erde immer noch der internationale Geschäftsmann und der Gourmet ist, so hat doch das Fürstentum Liechtenstein die Zeichen der Zeit erkannt. Der Mensch lebt schließlich nicht vom Geld allein.

DER SPA DIREKTEM ZUGANG ZUM GARTEN
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